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Vier Tage Rhythmusklasse in der Grundschule
Ein Projekt mit Bongos, Body Percussion, Bewegung und Percussion-Arrangements
Dieses Grundschulprojekt entstand durch den Kontakt mit der Rektorin, die mich zuvor auf einer Fortbildung kennengelernt hatte. Aus dieser Begegnung entwickelte sich die Idee, die Rhythmusklasse direkt mit den Kindern der Schule praktisch umzusetzen.
Dem Projekt vorausgegangen war ein pädagogischer Nachmittag mit dem gesamten Kollegium. In einer dreistündigen Fortbildung wurden die Lehrkräfte bereits in die Arbeitsweise eingeführt. Danach folgte das eigentliche Projekt mit den Schülerinnen und Schülern.
Die Ausgangslage war klar und gleichzeitig herausfordernd: vier Projekttage, jeden Tag 20 Minuten pro Gruppe, insgesamt also 80 Minuten Unterricht pro Klasse. Die Schule war zweizügig organisiert. Beteiligt waren die Klassen 1A, 1B, 2A, 2B, 3A, 3B, 4A und 4B mit jeweils ungefähr 18 Kindern.
Als ich die Idee zunächst genauer durchdachte, kam auch der Gedanke auf: Auf was habe ich mich da wieder eingelassen? Die Zeit war knapp, die Kinder kannten mich nicht, ich kannte die Kinder nicht, und trotzdem sollte am Ende etwas Greifbares entstehen. Gleichzeitig war schnell klar: Die Rhythmusklasse bietet genau dafür eine tragfähige Grundlage. Mit Bongos, Body Percussion, Bewegung und einzelnen ergänzenden Inhalten konnte daraus ein lebendiges, überschaubares und gut durchführbares Projekt werden.
Im Mittelpunkt stand die Arbeit mit den Bongos. Jedes Kind hatte eine Bongo zur Verfügung, sodass alle gemeinsam praktisch arbeiten konnten. Der Ablauf war für alle Klassen ähnlich angelegt, wurde aber altersgemäß angepasst: in den ersten Klassen stärker spielerisch und kindlich, in den vierten Klassen etwas anspruchsvoller und strukturierter.

Grundstruktur des Projekts
Jede Klasse startete mit demselben gemeinsamen Einstieg: der Body Percussion „Guten Morgen, alle hier“ aus meinem Material „Sally Bonani“. Dieser Beginn gab den Kindern eine klare Orientierung und führte direkt in das rhythmische Arbeiten hinein.
Danach folgte in allen Klassen die Einführung an den Bongos. Dabei ging es um Kontakt, Aufmerksamkeit und gemeinsames Musizieren: Wirbel, Blickkontakt zu mir, rechts spielen, links spielen, beide Hände einsetzen und als Gruppe gemeinsam beginnen und stoppen.
Ausgehend von dieser gemeinsamen Basis entwickelte jede Jahrgangsstufe eigene Schwerpunkte. Die Inhalte wurden so gewählt, dass sie in der kurzen Projektzeit praktisch erarbeitet und am Ende in einem kleinen Ausschnitt präsentiert werden konnten.


Klasse 1A und 1B
In den ersten Klassen blieb der Zugang besonders spielerisch. Nach dem Einstieg mit „Guten Morgen, alle hier“ wurde ein Kreistanz einstudiert. Dazu kam die Arbeit an den Bongos mit einfachen, klaren Rhythmusbausteinen.
Die Kinder lernten den Rhythmus „bum bum klatsch“ und arbeiteten mit den Sprechversen „Schneckennudel ess ich gerne“ und „Orangensaft“. Diese Sprache half den Kindern, den Rhythmus körperlich und sprachlich zu erfassen, bevor er auf den Bongos gespielt wurde.
Als Klangspiel wurde „Bimmel, Bammel, Brommel, die Katze schlägt die Trommel“ auf den Bongos erarbeitet. So entstand für die ersten Klassen eine Mischung aus Bewegung, Sprache, Spiel und gemeinsamem Trommeln.
Inhalte der ersten Klassen:
· Body Percussion „Guten Morgen, alle hier“
· Kreistanz zu "Dummelang di tsala"
· Bongo-Rhythmus „bum bum klatsch“
· Sprechverse „Schneckennudel ess ich gerne“ und „Orangensaft“
· Klangspiel „Bimmel, Bammel, Brommel, die Katze schlägt die Trommel“

Klasse 2A und 2B
Auch die zweiten Klassen begannen mit „Guten Morgen, alle hier“. Anschließend wurde ein Kreistanz zu „Oh Susanna“ erarbeitet. Die Kinder konnten dadurch direkt in Bewegung kommen und die rhythmische Arbeit mit einem klaren musikalischen Ablauf verbinden.
Die Einführung an den Bongos erfolgte wie in allen Klassen über Wirbeln, Kontakt, rechts und links spielen, beide Hände einsetzen und gemeinsames Musizieren. Danach wurde der Rhythmus „bum bum klatsch“ gelernt und zu den „Rockentchen“ gespielt.
Mit „Schneckennudel ess ich gerne“ wurden außerdem Stopps geübt. Die Stopps wurden mit einem deutlichen „Hey“ verbunden, sodass die Kinder auf musikalische Signale reagieren und gemeinsam anhalten konnten.
Ergänzend wurde der „Zoo“ eingeführt. Diese Übung stellte eine Crescendo-Übung dar und brachte zusätzlich Spannung, Dynamik und Aufmerksamkeit in die Gruppe.
Inhalte der zweiten Klassen:
· Body Percussion „Guten Morgen, alle hier“
· Kreistanz zu „Oh Susanna“
· Bongo-Einführung mit Wirbeln, rechts, links, beiden Händen und gemeinsamem Spiel
· Rhythmus „bum bum klatsch“ zu den „Rockentchen“
· „Schneckennudel ess ich gerne“ mit Stopps und „Hey“
· Crescendo-Übung „Zoo“

Klasse 3A und 3B
In den dritten Klassen wurde der Ablauf dichter und rhythmisch vielseitiger. Auch hier begann der Unterricht mit „Guten Morgen, alle hier“. Danach folgte die Einführung an den Bongos über Chaos, Wirbel, rechte Hand, linke Hand und beide Hände gleichzeitig.
Als Bewegungsspiel wurde „Chu aus der Knopffabrik“ eingesetzt. Danach kamen verschiedene Rhythmen und Body-Percussion-Bausteine hinzu: „boom klatsch“, „bum bum klatsch“, „Apfelsaft“, „Ramba Zamba“, „Coca-Cola“ und das Body-Percussion-Arrangement „Kopf Schulter Bauch“.
Ein besonderer Schwerpunkt war das gemeinsame Percussion-Arrangement mit Cajons, Bongos und Schellenringen. Jeweils sechs Kinder spielten an einem Instrument: sechs Cajons, sechs Bongos und sechs Schellenringe. Alle spielten den Rhythmus „Apfelsaft“. Danach wechselten die Gruppen: Cajon zu Bongos, Bongos zu Schellenringen und Schellenringe zu Cajons. So lief ein neuer Durchgang mit demselben Rhythmus, bis alle Kinder an allen Instrumenten gewesen waren.
Inhalte der dritten Klassen:
· Body Percussion „Guten Morgen, alle hier“
· Bongo-Einführung mit Chaos, Wirbel, rechts, links und beiden Händen
· Bewegungsspiel „Joe aus der Knopffabrik“
· Rhythmen „Bum klatsch bum bum klatsch“ und „Apfelsaft“
· Body Percussion „Ramba Zamba“
· Body Percussion „Coca-Cola“
· Body-Percussion-Arrangement „Kopf Schulter Bauch“
Percussion-Arrangement mit Cajons, Bongos und Schellenringen

Klasse 4A und 4B
In den vierten Klassen wurde das Projekt noch etwas anspruchsvoller angelegt. Der Einstieg erfolgte wieder mit „Guten Morgen, alle hier“. Als Bewegungslied kam das ABC-Lied hinzu, das auch als Arrangement in einer PDF von mir vorliegt.
Danach wurden weitere rhythmische Bausteine erarbeitet: die Wochentage, „Hinterm Haus sitzt die Maus“, „bum klatsch bum bum klatsch“ und „Coca-Cola“. Diese Bausteine wurden anschließend in ein gemeinsames Percussion-Arrangement übertragen.
Auch hier spielten jeweils sechs Kinder an Cajons, Bongos und Schellenringen. Die Cajons spielten „bum klatsch bum bum klatsch“, die Bongos „Hinterm Haus sitzt die Maus“ und die Schellenringe „Coca-Cola“. Danach wechselten die Gruppen nach demselben Prinzip: Cajon zu Bongos, Bongos zu Schellenring und Schellenring zu Cajon, bis alle Kinder an jedem Instrument gespielt hatten.
Inhalte der vierten Klassen:
· Body Percussion „Guten Morgen, alle hier“
· Bewegungslied und Arrangement zum ABC-Lied
· Rhythmusbaustein Wochentage
· „Hinterm Haus sitzt die Maus“
· „bum klatsch bum bum klatsch“
· „Coca-Cola“ mit dem Schellenring
· Percussion-Arrangement mit Cajons, Bongos und Schellenringen


Die Präsentationen am Ende
Für die Auftritte gab es eine klare Absprache: Jede Klasse durfte einen Teil aus dem eigenen Unterricht zeigen. Danach kam die nächste Gruppe dran. So entstand keine lange, einheitliche Aufführung, sondern ein lebendiger Einblick in die unterschiedlichen Bausteine der Projektwoche.
Die Präsentationen waren folgendermaßen aufgeteilt:
· 1A: Kreistanz
· 1B: „Bimmel, Bammel, Brommel, die Katze schlägt die Trommel“
· 2A: Kreistanz zu „Oh Susanna“
· 2B: Crescendo-Übung „Zoo“
· 3A: Percussion-Arrangement mit Cajons, Bongos, Schellenringen und dem Rhythmus „Apfelsaft“
· 3B: Body-Percussion-Arrangement „Kopf Schulter Bauch“
· 4A: ABC-Lied mit Body Percussion und Gesang
· 4B: Percussion-Arrangement mit „bum klatsch bum bum klatsch“, „Hinterm Haus sitzt die Maus“ und „Coca-Cola“

Abschluss
Nach vier Tagen war das Projekt abgeschlossen. Aus jeweils nur 20 Minuten pro Tag und Gruppe entstanden kleine rhythmische Bausteine, Bewegungsformen, Body-Percussion-Arrangements und gemeinsame Percussion-Stücke. Jede Klasse konnte einen eigenen Ausschnitt zeigen und damit sichtbar machen, was in kurzer Zeit entstehen kann, wenn Sprache, Bewegung, Rhythmus und Instrumente zusammengeführt werden.









