Ich geh mit meiner Laterne – gemeinsam musizieren zu Sankt Martin Ein bekanntes Laternenlied mit Deskbells, Handglocken und anderen Rainbow-Instrumenten begleiten
Ein bekanntes Laternenlied mit Deskbells, Handglocken und anderen Rainbow-Instrumenten begleiten – einfach und mit viel Freude!
Ein Laternenlied, das alle kennen
„Ich geh mit meiner Laterne“ ist ein traditionelles Volkslied aus Norddeutschland. Seine einfache Melodie und der eingängige Text machen es besonders geeignet für das gemeinsame Musizieren mit Kindern.
Viele Kinder können das Lied bereits auswendig singen. Das ist ein großer Vorteil, denn so können sie sich beim Spielen ganz auf ihr Instrument konzentrieren.
Und genau hier setzt unser farbiges Notenmaterial an.
Einfacher geht es nicht. Musizieren nach Noten und Farben
In unserer Bearbeitung von „Ich geh mit meiner Laterne“ sind die Noten mit farbigen Symbolen ergänzt. Jede Farbe steht für einen bestimmten Ton und entspricht der Farbgebung der Rainbow-Instrumente. So erkennen die Kinder schnell, wann ihr Instrument an der Reihe ist.
Besonders gut funktioniert das mit Deskbells oder Handglocken. Aber auch Boomwhackers und andere farbcodierte Melodieinstrumente können eingesetzt werden, sofern die benötigten Töne vorhanden sind.
Die farbigen Symbole über den Noten erleichtern den Einstieg. Kinder, die noch keine Noten lesen können, orientieren sich zunächst an den Farben. Wer bereits erste Notenkenntnisse besitzt, kann gleichzeitig die Verbindung zwischen Farbe, Tonhöhe und Notenschrift entdecken.
Deskbells und Handglocken – ideal für das gemeinsame Musizieren
Besonders viel Freude macht das Laternenlied mit bunten Tischglocken, den sogenannten Deskbells. Sie lassen sich durch einfaches Drücken zum Klingen bringen. Bei Handglocken entsteht der Ton durch eine entsprechende Handbewegung. Beide Instrumente eignen sich hervorragend für das Musizieren in der Gruppe. Ein großer Vorteil: Nicht jedes Kind muss die gesamte Melodie spielen können.
Stattdessen werden die verschiedenen Töne auf mehrere Kinder verteilt. Jedes Kind übernimmt eine Glocke und spielt immer dann, wenn seine Farbe an der Reihe ist. So entsteht aus vielen einzelnen Tönen eine gemeinsame Melodie.

So gelingt das Laternenlied in der Kita oder Grundschule
Für den Einstieg braucht es keine aufwendige Vorbereitung. Schon mit wenigen Glocken und etwas Zeit lässt sich das Lied gemeinsam erarbeiten.
1. Zuerst gemeinsam singen
Beginne mit dem vertrauten Lied. Singe "Ich geh mit meiner Laterne“ zunächst ohne Instrumente (den Liedtext gibt es hier hostenlos). Vielleicht können die Kinder dabei ihre Laternen halten oder passende Bewegungen zum Text machen. So werden Melodie und Rhythmus noch einmal gefestigt.
2. Die Instrumente kennenlernen
Verteile die Deskbells oder Handglocken an die Kinder. Lasse jedes Kind seine Glocke ausprobieren. Welche Farbe hat die Glocke? Wie klingt sie? Was passiert, wenn man sie anschlägt oder drückt? Gebe den Kindern ruhig etwas Zeit, die unterschiedlichen Klänge zu entdecken.
3. Die Farben im Notenbild entdecken
Zeige nun das farbige Notenbild. Die Kinder suchen die Farbe ihrer Glocke in den Spielsymbolen wieder. Erkläre, dass jedes Symbol anzeigt, wann die entsprechende Glocke gespielt wird. Dabei müssen die Kinder zunächst weder Notennamen noch Notenwerte kennen.
4. Gemeinsam die ersten Töne spielen
Beginne mit einer kurzen Stelle des Liedes, beispielsweise:
„Ich geh mit meiner Laterne …“
Zeige beim langsamen Singen auf die jeweiligen Farbsymbole. Die Kinder spielen ihre Glocke, sobald ihre Farbe erscheint. Wiederhole die Stelle mehrmals. Nach und nach können weitere Töne und Liedabschnitte dazukommen.
5. Jetzt wird gemeinsam musiziert!
Wenn die Kinder ihre Einsätze kennen, kann das Lied im Zusammenhang gespielt werden. Eine Gruppe singt, während die andere die Melodie mit den Glocken begleitet. Anschließend werden die Rollen getauscht. So erleben alle Kinder das Lied auf unterschiedliche Weise.
Unser Tipp: Gerade bei jüngeren Kindern ist es sinnvoll, zunächst nur wenige Glocken einzusetzen. Die übrigen Kinder übernehmen den Gesang. Mit zunehmender Sicherheit können weitere Instrumente hinzukommen.
So klingt „Ich geh mit meiner Laterne“ auf Deskbells
Wie sich das Lied mit den bunten Tischglocken anhört und wie die farbigen Spielsymbole eingesetzt werden, zeigt unser Video.
Die Kinder können zunächst zuhören und die Farben verfolgen. Anschließend versuchen sie, einzelne Töne oder kurze Melodieabschnitte selbst mitzuspielen.
Warum gemeinsames Musizieren mit Rainbow-Instrumenten so gut funktioniert
Beim gemeinsamen Spielen geht es um viel mehr als nur darum, die richtigen Töne zu treffen. Die Kinder lernen, aufmerksam zuzuhören, auf ihren Einsatz zu warten und sich aufeinander abzustimmen.
Dabei werden ganz nebenbei wichtige Fähigkeiten gefördert:
- Konzentration: Die Kinder achten auf die Reihenfolge der Farben und ihren Einsatz.
- Rhythmusgefühl: Sie erleben den Zusammenhang zwischen Sprache, Melodie und Rhythmus.
- Koordination: Das Spielen der Instrumente verbindet Wahrnehmung und Bewegung.
- Gemeinschaftsgefühl: Jeder einzelne Ton trägt zur gemeinsamen Melodie bei.
- Musikalisches Selbstvertrauen: Auch ohne Notenkenntnisse können die Kinder von Anfang an erfolgreich mitspielen.
Besonders schön ist die Erfahrung, dass jedes Kind einen wichtigen Beitrag leistet. Denn erst wenn alle zusammenarbeiten, entsteht das vollständige Lied.
Warum nicht eine kleine musikalische Aufführung vorbereiten?
Die Kinder könnten „Ich geh mit meiner Laterne“ zunächst gemeinsam singen und anschließend mit den Deskbells spielen. Vielleicht werden dazu selbst gebastelte Laternen aufgestellt oder der Raum etwas abgedunkelt. So entsteht eine besondere Atmosphäre, in der Musik und das Sankt-Martins-Fest miteinander verbunden werden. Auch für eine kleine Vorführung vor Eltern oder anderen Gruppen eignet sich das Lied hervorragend. Dabei muss nicht alles perfekt sein. Viel wichtiger ist, dass die Kinder gemeinsam musizieren und Freude daran haben.
Ich wünsche Dir viel Freude beim Ausprobieren und ein schönes Sankt-Martins-Fest!
Bruno vom LeuWa-Verlag Freiburg












